In Senegals Regierung sind derzeit nur 12 von 38 Ministern Frauen. Zu noch geringeren Anteilen sind Frauen im Parlament (33 von 150) und Bürgermeisterämtern (7 von 103 Bürgermeistern) vertreten.
Die Präsenz von Frauen in öffentlichen Ämtern nahm jedoch seit der Unabhängigkeit 1960 laufend zu. Dies ist nicht zu letzt dem überparteilichen Frauennetzwerk COSEF zu verdanken. In COSEF haben weibliche Führungskräfte aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ihre Interessensvertretung gefunden. Mit der Unterstützung der Friedrich Ebert-Stiftung führen sie Kampagnen durch und bilden junge Politikerinnen aus. Hierzu arbeiten FES und COSEF eng mit den Medien wie dem Frauenradio Manooré und zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammen.
Hoffnungen setzen die Senegalesinnen auf die Parlaments- und Kommunalwahlen 2007. Aber auch darüber hinaus ist es noch ein weiter Weg bis den Frauen in einer zunehmend islamischen Gesellschaft die gleichen Rechte und gleichen Bildungs- und Berufschancen eingeräumt werden. Ein Prozess, den die Friedrich Ebert-Stiftung langfristig begleiten will. Die Frauen aller politischen Orientierungen sind sich einig: ohne ihre Beteiligung kann sich die senegalesische Demokratie nicht konsolidieren.
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